Die Baugrunderkundung in Chemnitz muss die heterogenen Lockergesteinsdecken über dem variszischen Grundgebirge präzise auflösen – hier wechseln pleistozäne Kiese, Sande und Geschiebemergel auf engstem Raum mit anthropogenen Auffüllungen aus der Industrieepoche. Unsere Felduntersuchungen folgen konsequent der DIN EN 1997-2 und den nationalen Ergänzungen der DIN 4020, wobei direkte Aufschlüsse durch indirekte Sondierverfahren ergänzt werden. Für die lückenlose Schichtabgrenzung und die Bestimmung von Lagerungsdichte sowie Konsistenz setzen wir standardmäßig den CPT-Versuch ein, der eine echtzeitnahe Bewertung des Baugrunds ermöglicht. Ergänzend kommen Rammsondierungen nach DIN EN ISO 22476-2 zum Einsatz, um die Rammbarkeit und die dynamische Eindringfestigkeit zu klassifizieren.
Diese geotechnische Kategorie bildet die unverzichtbare Grundlage für die sichere Bemessung von Einzelfundamenten und Platten in Wohn- und Gewerbebauten sowie für den Spezialtiefbau bei innerstädtischen Nachverdichtungen. Neben dem CPT-Versuch zur direkten Ableitung von Scherfestigkeiten und Steifemoduln ist die Kombination mit schweren Rammsondierungen oft zielführend, um die Tragfähigkeit rolliger Schichten unterhalb von Pfahlgründungen oder Baugrubensicherungen zu verifizieren. So entsteht ein belastbares Baugrundmodell, das Planungsrisiken minimiert und eine wirtschaftliche Gründungsoptimierung erlaubt.